Politik als Schulfach

Immer seltener diskutieren Schüler_innen über politische Themen, wenige sehen regelmäßig die Nachrichten oder lesen die Zeitung. Aber kann man das von Schüler_innen erwarten?

Wie viel Wissen über Politik gehört zur Allgemeinbildung? Wie viel müssen Heranwachsende über politische Themen wissen?

Die Gruppe „Politik als Schulfach“ hat sich 2010 gebildet. Ihr Ziel ist es, politische Bildung an allen Berliner Schulen zu verstärken und Schüler_innen zu motivieren, sich mit Politik zu beschäftigen.

Sie fordern, Sozialkunde und Geschichte getrennt zu benoten, um eine Einhaltung des Lehrplanes und somit eine politische Grundbildung zu gewährleisten. Noch sinnvoller wäre nach Ansicht der Gruppe ein eigenes Schulfach Politik ab der 7. Klasse, daher auch der Name der Initiative.

Workshop-Präsentation Mai 2012

Wenn Du Interesse an dieser Projektgruppe hast und sie gerne unterstützen möchtest, hast Du folgende Möglichkeiten:

Melde Dich per  E-Mail unter berlin@politik-als-schulfach.de

oder besuch die Facebook-Seite: http://www.facebook.com/politik.als.schulfach?sk=info

Für mehr Informationen kannst Du Dir die Homepage anschauen: http://www.politik-als-schulfach.de/

Seit Mai 2010 trifft sich die Gruppe regelmäßig im Kin­der- und Jugendbüro und an anderen Orten in Berlin.

2012 war ein sehr ereignis- und erfolgreiches Jahr für „Politik als Schulfach“:

  • am 2. Mai wurde bei dem Open Space „Wie wollen wir Politik lernen!?“ in der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mit vielen Schüler_innen über Politik als Schulfach diskutiert
  • am 23. Mai hat die Initiative beim Bundeskongress für Politische Bildung gemeinsam mit der FES einen Workshop über Politische Bildung an Schulen geleitet. Dabei entstand eine interessante Diskussionsrunde mit verschiedenen Vertretern aus Politik und Gesellschaft
  • am 2. Juni wurde “Politik als Schulfach” zum Gespräch mit dem Bildungspolitischen Sprechern der SPD (İlkin Özışık) und CDU (Hildegard Bentele) ins Abgeordnetenhaus eingeladen. Gemeinsam wurde konstruktiv über die momentane schulpolitische Lage bezüglich der politischen Bildung diskutiert.
  • „Politik als Schulfach“ wurde im Juni außerdem im Rahmen des Wettbewerbs “Demokratisch Handeln”  für drei Tage nach Jena zur Lernstatt Demokratie eingeladen, um engagierte Jugendliche aus ganz Deutschland kennenzulernen.
  • Die Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) hat Schüler der Klassen 10 bis 13 im Rahmen des Wettbewerbs “Einmischen ist angesagt” für ihr politisches Interesse und Engagement geehrt. Dabei hat “Politik als Schulfach” bei der Kategorie „Gruppenpreise“ den ersten Preis, eine Reise nach Brüssel, gewonnen.
    Die Brüsselreise fand vom 16. bis zum 18. August statt, wo die Gruppe das Europaparlament, das Auslandsbüro der FES und die Stadt Brüssel insgesamt besichtigen konnte.
  • Der 7. September war bisher einer der bedeutendsten Tage für die Schülerinitiative Politik als Schulfach: Am Nachmittag hatten sie die Gelegenheit, der Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres ihr Anliegen zu präsentieren.
    Zu Beginn wurde auf das Problem des vernachlässigten Sozialkunde-Unterrichts, der eigentlich “etwa ein Drittel” des Geschichtsunterrichts von Klasse 7 bis 10 ausmachen soll, hingewiesen. Betont wurde auch, dass grundlegendes Politikwissen für Schüler besonders im Hinblick auf eine mögliche Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre wichtig ist und dass ein Schulfach Politik (=Sozialkunde) die Schülervertretungen stärken würde, weil durch den Unterricht Partizipationsmöglichkeiten aufgezeigt werden und somit eine aktive Schülervertretung gefördert wird. Übrigens unterstützt auch der Landeschülerausschuss die Forderungen der Initiative.
    In nächster Zeit sollen in der Senatsverwaltung verschiedene Möglichkeiten durchgespielt werden, wie man den aufgezeigten Problemen begegnen könnte.
  • im Oktober wurde der Initiative ein Fördergeld in Höhe von 400 € von der Projektplattform „JOINMANY.de“ überreicht
  • am 26. Oktober nahm eine Schülerin für die Initiative an einer Podiumsdiskussion beim 4. Internationalen Demokratie Symposium teil
  • am 24. November beteiligten sich Mitglieder beim Berliner jugendFORUM bei den Diskussionen und knüpften weitere Kontakte

Die Initiative hat sich auch beim Kinder- und JugendForum 2012 am 10. November im Rathaus Steglitz wieder vorgestellt und weitere – zusätzlich zu ihrem Projektpaten Herr Rögner-Francke, BVV-Vorsteher, von 2010 – Unterstützung aus der BVV zugesagt bekommen. Gemeinsam soll ein Projekttag „Politik und Partizipation im Bezirk“ im Jahr 2013 organisiert werden.

Das Kinder- und Jugendbüro unterstützt ihr Engagement weiterhin und ist vor allem als Kontaktstelle für die zahlreichen Anfragen an die Schülerinitiative mit ihrem Anliegen an Veranstaltungen, Presseterminen oder bei Aktionen rund um U18 mitzuwirken.