Geschichte

Die Geschichte des KiJuBs ist auf die Entwicklung der UN-Kinderrechtskonvention zurückzuführen, welche am 5. April 1992 in Deutschland ratifiziert wurde. In der Konvention wurden erstmalig weitreichende Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen festgeschrieben, die auch dahingehend sensibilisierten, Beteiligungsrechte im Kinder-und Jugendhilfegesetz zu verankern, welches im Jahr 1991 in Kraft trat.

So lautet es im §8 SGB VIII (1):

Kinder und Jugendliche sind entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe zu beteiligen. […].

1995  wurde dann in der Ausführungsvorschrift des Kinder- und Jugendhilfegesetzes für das Land Berlin die bezirkliche Verpflichtung festgeschrieben,  geeignete Formen der Beteiligung von  Kindern und Jugendlichen  zu schaffen und sicherzustellen. Der Gesetzgeber verzichtete hier bewusst auf eine Konkretisierung der geeigneten Beteiligungsformen, um Handlungsspielräume zu lassen.

§5 AG KJHG (3)

 (3) 1In jedem Bezirk sind darüber hinaus geeignete Formen der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Jugendhilfeplanung und anderen sie betreffenden Planungen zu entwickeln und organisatorisch sicherzustellen. […].

1999 kam es zu einer ersten gemeinsamen Jugendhilfekonferenz im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, um über eine Anlauf- und Koordinierungsstelle für die Mitbestimmungs-  und Mitgestaltungsrechte von Kindern und Jugendlichen zu beratschlagen.